In Teil 1 zum Thema Ausrüstung ging es um die unterschiedlichen Gleitsegel. In diesem Artikel geht es um die Gondel, in welcher der Pilot und damit alle Komponenten zur Steuerung untergebracht ist.

Allgemeines

Die Gondel ist für dieses schöne Hobby genauso unentbehrlich wie der Modell-Gleitschirm 🙂 Ohne die Gondel fliegt das Ganze nicht, zumindest nicht so wie wird’s gerne hätten. Die Gondel, oder Backpack, oder Rucksackmotor oder oder ist das “Technik-Zentrum” unseres Fluggerätes. Da werden Servos, Motor, Drehzahlsteller , Lipo-Akku, Telemetrie-Komponenten und der Empfänger untergebracht. Aber eines nach dem Anderen.

Der Sitz

Eines, wenn nicht das zentrale Teil ist der Sitz. An und in ihm wird eigentlich so alles was an Ausrüstung in die Gondel kommt, festgemacht. Der Grossteil der RC-Paraglider hat einen Metallsitz in Gebrauch. Sei dies der wohl am weitesten verbreitete EVO-Sitz oder einen selbst gebauten. Die Grösse der Sitze variiert ja nach Gusto des Piloten. Eher Scalemässig oder eher zweckdienlich (Cruise vs. Acro etc.), leichter oder etwas schwerer (je nach Schirm). Wenn wir schon beim Gewicht sind müssen natürlich auch die Kunststoffsitze erwähnt werden welche derzeit vermehrt Einzug finden.

Das Gurtzeug

Um den Sitz herum kommt das Gurtzeug. Grundsätzlich aus robustem Stoff gefertigt und mit Reissverschlüssen versehen 🙂 . Auch hier kann man sich das Gurtzeug kaufen wie dieses oder man näht sich sein Eigenes, so wie ich das auch gemacht habe.

Die Servos

Das Angebot an Servos auf dem Modellbaumarkt ist enorm. Wichtig ist dass passende Servos eingesetzt werden. Mit passend spreche ich nicht die Grösse als solche an, wobei das auch eines der Kriterien ist. Ich meine eher passend bezüglich Stellkraft. Je grösser der Schirm flächenlässig ist, desto grösser muss die Stellkraft der Servos sein. In den Modell-Geleitschirmen über 4 Meter Spannweite habe ich Servos im Einsatz mit 36Kg Stellkraft

Auch der Beschleunigerservo muss über ausreichend Stellkraft verfügen. Er muss in der Lage sein, die Gondel (mit Abfluggewicht) hochziehen zu können. Als Beispiel das folgende Filmchen von meiner Gondel

Der Pilot

In den Sitz gehört ein Pilot, wenigstens in den meisten Fällen. Hier sind natürlich der Phantasie für Eigenbauten keinerlei Grenzen gesetzt. Der Pilot hat in den meisten Fällen, zwei Funktionen.

  1. Er hat die Servos in 90% der Fälle in seinem Körper.
  2. Er schaut gut aus….thats it…

Natürlich kann man auch Pilotenpuppen kaufen….

Der Antrieb

Der Antrieb setzt sich aus Motor, Drehzahlsteller und Lipo-Akku zusammen. Dann noch eine Luftschraube drauf und gut ist …klingt einfach, ist es aber nicht. Dei Auslegung des Antriebes ist eine wirklich komplexe Angelegenheit. Dies hier zu beschreiben würde den Rahmen definitiv sprengen. Einflüsse wie Gewicht, Grösse der Luftschraube, Art des Schirmes etc. spielen hier eine grosse Rolle.  Ein Austausch mit erfahrenen Piloten bringt hier sicher ein sehr gutes Resultat zu Tage.

RC-Elektonik

Zwingend muss natürlich auch noch der Empfänger für die Fernsteuerung in die Gondel. Diese Teil empfängt die Signale vom Sender und übersetzt diese für  die Servos und den Drehzahlsteller.  Die Wahl des Empfängers wird erstens durch das Signal Protokoll des Herstellers der Fernsteuerung und der benötigten Anzahl Kanäle definiert.  In diese Kategorie gehören auch die Komponenten der Telemetrie. Diese überträgt wichtige Informationen auf das Display der Fernsteuerung (Höhe, Akku-Kapazität, Akku-Spannung, Temperatur etc.).

Kleinteile

Zum Schluss kommen dann noch Kleinteile wie der Propkäfig, der  Bügel zur Aufhängung des Schirmes, die Schäkel und natürlich die eine und andere Schraube dazu. Ist Dir das Ganze jetzt ein wenig zu umfangreich, kannst Du das Ganze als komplettes Set erwerben 🙂

Hast Du Fragen zu diesem umfangreichen Thema, melde dich einfach bei uns.


Andy

Geboren 1968, Interessiert an RC-Paragliding, Kulinarischen und Oenologischen Genüssen, IT allgemein

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